1. Deutscher Lymphtag

Samstag, 19. März 2016

Etwa 3,5 Prozent[1] der Erwachsenen in Deutschland leiden an chronischen Lymphödemen.

Etwa 9,7 Prozent[2] der Frauen haben ein Lipödem, eine krankhafte Vermehrung von Fettgewebe.

Trotzdem erhalten rund 70 Prozent[3] dieser Patient(in)nen NICHT die medizinische Behandlung, die sie benötigen. Und das, obwohl beide Krankheiten eine ausgeprägte Tendenz zur Verschlimmerung haben und schwere Folgeerkrankungen nach sich ziehen können.

Der Grund für diesen katastrophalen Zustand ist die weit verbreitete Unkenntis dieser Krankheiten. Das gilt sowohl für die Patient(in)nen selbst, als auch für Ärzte, Pflegekräfte und Krankenkassen.

Um die Bevölkerung und medizinische Leistungserbringer über das chronische Lymphödem, das Lipödem und die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren, findet am Samstag, 19. März 2016, in sieben Städten in Deutschland der 1. Deutsche Lymphtag statt.

Organisiert wird der 1. Deutsche Lymphtag vom „Verein zur Förderung der Lymphoedemtherapie e.V. “ gemeinsam mit engagierten Kliniken und einem Sanitätshaus. Jeder ist herzlich eingeladen, die Teilnahme ist kostenlos und auch für das körperliche Wohl der Besucher ist gesorgt.

1. Deutscher Lymphtag - Deutschlandkarte 1. Deutscher Lymphtag Samstag, 19. März 2016 DÜSSELDORF 1. Deutscher Lymphtag Samstag, 19. März 2016 GÖRLITZ 1. Deutscher Lymphtag Samstag, 19. März 2016 RADEBEUL 1. Deutscher Lymphtag Samstag, 19. März 2016 BERLIN 1. Deutscher Lymphtag Samstag, 19. März 2016 KASSEL 1. Deutscher Lymphtag Samstag, 19. März 2016 LUDWIGSHAFEN 1. Deutscher Lymphtag Samstag, 19. März 2016 MÜNCHEN 1. Deutscher Lymphtag Samstag, 19. März 2016 BAD KISSINGEN

[1]Bei der „Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie“ von 2003 (E. Rabe et al.) wurde, bei 1,8 % der Probanden ein ausgeprägt positives Stemmer'sches Zeichen im Sinne eines manifesten Lymphödems festgestellt. Diese Aussage bezieht sich aber nur auf die unteren Extremitäten. Laut Dr. Herpertz sind Lymphödeme zu 34 % primär (davon 94 % Bein-Lymphödeme), zu 66 % sekundär (davon 31 % Bein-Lymphödeme). Auf der Basis dieser Daten kann die Gesamthäufigkeit der Lymphödeme in der deutschen Wohnbevölkerung über 18 Jahren auf etwa 3,5 % geschätzt werden

[2]„Prävalenz des Lipödems bei berufstätigen Frauen in Deutschland“ (Lipödem-3-Studie), M. Marshall (Tegernsee/Planegg); C. Schwahn-Schreiber (Venenzentrum Elbe-Weser, Otterndorf), Phlebologie 3/2011, Schattauer Verlag

[3]Eine Studie von Dr. Herpertz und Dr. Netopil (beide Ödemklinik Bad Nauheim) belegt, dass 72 % der Lymphödem-Patienten nicht richtig behandelt werden. Laut einer Studie der Gmündener Ersatzkasse (heute BARMER GEK) ist dies bei 68 % der Patienten mit sekundärem Armlymphödem der Fall. Somit müssen rund 70 Prozent Betroffenen dauerhaftes Leid ertragen, das durch eine bedarfsgerechte Behandlung vermieden werden könnte.